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Burg Burgruine Rheinfels Teil 7 – die mittelalterliche Festung bei St. Goar am Rhein gegenüber der Loreley

Rundgang durch die Burg Rheinfels

Äußerer Rundgang

Geht man vom Uhrturm in westliche Richtung, so trifft man nach einigen Metern auf den Eingang zum Großen Keller. Zunächst als Burggraben dienend, wurde der Große Keller durch Überbauung Mitte des 14. Jahrhunderts in einen Vorratskeller umgewandelt. Er gilt als der größte freitragende Gewölbekeller in Europa. Seine Mauern haben eine Stärke von 4 m. Wieder im Freien, erblickt man auf der Rheinseite die Kommandantur. Die Wohnung des Kommandanten lag an dieser Stelle geschützt gegen die Hauptangriffsflächen auf der Biebernheimer und Werlauer Seite.

Der Rundgang durch die Verteidigungsanlagen der Burg Rheinfels führt zunächst durch den gedeckten Wehrgang, der obersten Stufe der dreigeschossigen Verteidigungsanlage. Beachtenswert sind unter anderem die sich nach außen verjüngenden Schießscharten, die es Angreifern schwer machten, die Verteidiger zu treffen. Am Ende des sich anschließenden offenen Wehrgangs gibt es als Besonderheit die Kreuzschießscharte zu entdecken. Sie ermöglichte es zwei Schützen gleichzeitig, ihre Waffen abzufeuern. Der offene Wehrgang zieht sich schützend um den Nordbau herum und endet bei zwei Minengängen, die heute nur noch teilweise begehbar sind.

Ein Serpntinenweg führt zur äußeren Verteidigungsanlage gegen das Gründelbachtal und den Werlauer Hang, dem so genannten Fuchsloch. Betritt man den Wehrgang durch den Torbogen, entdeckt man beim Blick durch das nächstgelegene Eingangsloch eine Reihe von Vorhöfen. Diese mussten im Angriffsfall einzeln erobert werden. Vom Wehrgang zweigt einer der zahlreichen Minengänge der Befestigungsanlage ab. Er ist ca. 60 m lang und kann in gebückter Haltung begangen werden.

Verlässt man das Fuchsloch über die Steintreppe, befindet man sich im neuen Halsgraben, auch Holzgraben genannt. Er war nicht nur ein Teil der Verteidigungsanlage, sondern wurde auch als Turnierplatz gnutzt. Die Arkaden rechter Hand sicherten einen Fluchtweg. In Friedenszeiten dienten sie als Lustgarten. Vom Holzgraben aus kann man den untersten Wehrgang des Büchsenmacherturms betreten. Schaut man im Büchsenmacherturm nach oben, kann man noch die Eingänge zu den oberen Stockwerken sehen. Im ersten Stockwerk hatte der Büchsenmacher seine Wohnung und seine Werkstatt.

Vom Halsgraben aus führt durch die Schildmauer ein Gang nach außen. Das Gebäude zur linken Hand stellt die Alte Wachstube dar. Darunter befanden sich ehemals sechs Verliese. Eines der Verliese, in denen jeweils bis zu acht Häftlinge untergebracht wurden, ist zu besichtigen. In der Alten Wachstube selbst befindet sich heute ein Speiselokal. In den oberen Räumn hat der Internationale Hansenorden seinen Sitz. Im ehemaligen Fort Scharfeneck ist heute ein Schlosshotel untergebracht.

Teil 8 - Burg Rheinfels Anfahrt Öffnungszeiten

Stadt Stadtporträt Stadtname Stadtwappen

Stadtrundgang St. Goar

Teil 1 - Vorgeschichte Frühgeschichte

Teil 2 -
Geschichte Mittelalter Grafen Grafschaft Katzenelnbogen

Teil 3 -
Geschichte Spätmittelalter Landgrafschaft Hessen Landgrafen Reformation Dreißigjähriger Krieg

Teil 4 -
Stadtgeschichte Landgraf Hessen-Rheinfels Neuzeit Kriege

Teil 5 -
Zeitgeschichte Napoleon preußische Herrschaft 20. Jahrhundert

Hansenorden

Teil 1 - Burg Burgruine Rheinfels Entstehung  Grafsschaft Grafen Katzenelnbogen

Teil 2 - Festung Rheinfels Landgrafen Hessen Dreißigjähriger Krieg

Teil 3 - Burg Rheinfels Landgraf Ernst Kriege Belagerungen

Teil 4 - Burg Rheinfels Zerstörung Ruine

Teil 5 - Burganlage Burg Burgruine Rheinfels

Teil 6 - Burg Rheinfels innerer Rundgang

Teil 7 - Burg Rheinfels äußerer Rundgang

Teil 8 - Burg Rheinfels Anfahrt Öffnungszeiten

Geschichte Evangelische Stiftskirche Pfarrkirche

Evangelische Stiftskirche Krypta Chor Langhaus Ausmalung Ausstattung

Geschichte Katholische Kirche Heiliger Goar Pfarrkirche

Ausstattung Katholische Kirche Flügelretabel Hochaltar Relieffigur

 

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