St. Goar Mittelrhein Info
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Geschichte der Stadt St. Goar

3.1 Von der Vorgeschichte und Frühgeschichte bis Ende 12. Jahrhundert

Vorgeschichte und Frühgeschichte

Im Jahre 1960 wurde in der Nähe des Hexenturms ein Brandgrab aus der La-Tène-Zeit (4. bis 1. Jahrhundert v. Chr.) ausgegraben. Es belegt, dass schon Kelten sich im Gebiet von St. Goar aufgehalten haben. Die Römer, die um 50 vor Christus das linke Rheinufer besetzten, hinterließen in St. Goar keine Spuren. In antiken Karten und Ortsverzeichnissen ist kein vorchristlicher Siedlungsname für St. Goar aufgeführt. Dennoch geht man davon aus, dass an seinem Platz ein Fischerdorf und Weinbauerndorf bestanden hat. Möglicherweise blieb es wegen seiner Bedeutungslosigkeit unerwähnt.

Mit ziemlicher Sicherheit war St. Goar in der Römerzeit auch eine Übersetzstelle, die die Römerstraßen, die parallel zum Rhein über den Hunsrück und den Taunus verliefen, miteinander verband. Vom Hunsrück führten mindestens zwei Wege zum Rhein herab und auf der gegenüberliegenden Seite mindestens vier. Im frühen 5. Jahrhundert wurden die Römer von einfallenden Alemannenstämmen am Rhein vertrieben, die ihrerseits wieder von den Franken abgelöst wurden.

Frühes Mittelalter

Die ersten schriftlichen Zeugnisse über St. Goar stammen aus der Mitte des 6. Jahrhunderts, als der Mönch Goar in die kleine Gemeinde von Lotsen, Fischern und Weinbauern kam und am Rhein seinen Wirkungskreis fand. Der Missionar aus Aquitanien (Auvergne, Südwestfrankreich) gab dem Ort auch seinen Namen. Über sein Leben ist nur wenig bekannt. Eine Lebensbeschreibung liegt in einer Fassung des Prümer Mönchs Wandalbert aus dem Jahre 839 vor, wobei ein Großteil der Erzählung Legendenbildung ist. Historisch belegbare Fakten sind ihr kaum zu entnehmen. Als Ortsname ist St. Goar seit dem 8. Jahrhundert nachweisbar.

Knapp 200 Jahre nach dem Tod des gallischen Mönchs Goar im Jahre 575 wurde mit dem Bau einer ihm geweihten Stiftskirche begonnen. Schon vorher existierte wohl eine Kapelle, bei der sich eine Gemeinschaft von Klerikern bildete. Ihre vornehmliche Aufgabe war die seelsorgerische Betreuung der Wallfahrer, die zahlreich zum Grab des Heiligen kamen. Aus der Gemeinschaft der Kleriker entwickelte sich später das Chorherrenstift St. Goar.

765 wurde die Zelle St. Goar, die bis dahin königlicher Besitz war, von König Pippin dem Prümer Abt Assuer als persönliches Eigentum übertragen. 782 wurde diese persönliche Schenkung Pippins durch Karl den Großen in eine Schenkung an die Abtei Prüm in der Eifel umgewandelt, zu der das Chorherrenstift bis zur Einführung der Reformation in St. Goar gehörte. Zum äußeren Schutz des Stiftes wurden die Grafen von Arnstein als Schirmvögte bestellt.

3.2 Geschichte Mittelalter Grafen Grafschaft Katzenelnbogen

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1.0 Stadt Stadtporträt Stadtname Stadtwappen

2.0 Stadtrundgang St. Goar

3.1 Vorgeschichte Frühgeschichte

3.2 Geschichte Mittelalter Grafen Grafschaft Katzenelnbogen

3.3 Geschichte Spätmittelalter Landgrafschaft Hessen Landgrafen Reformation Dreißigjähriger Krieg

3.4 Stadtgeschichte Landgraf Hessen-Rheinfels Neuzeit Kriege

3.5 Zeitgeschichte Napoleon preußische Herrschaft 20. Jahrhundert

4.0 Hansenorden

5.1 Burg Burgruine Rheinfels Entstehung Grafschaft Grafen Katzenelnbogen

5.2 Festung Rheinfels Landgrafen Hessen Dreißigjähriger Krieg

5.3 Burg Rheinfels Landgraf Ernst Kriege Belagerungen

5.4 Burg Rheinfels Zerstörung Ruine

5.5 Burganlage Burg Burgruine Rheinfels

5.6 Burg Rheinfels innerer Rundgang

5.7 Burg Rheinfels äußerer Rundgang

5.8 - Burg Rheinfels Anfahrt Öffnungszeiten

6.0 Geschichte Evangelische Stiftskirche Pfarrkirche

6.1 Evangelische Stiftskirche Krypta Chor Langhaus Ausmalung Ausstattung

6.2 Geschichte Katholische Kirche Heiliger Goar Pfarrkirche

6.3 Ausstattung Katholische Kirche Flügelretabel Hochaltar Relieffigur


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Stand: Donnerstag, 09. April 2020 - 5397